Artikel von Arno Engels – Hortipoint, „De Boomkwekerij“
Lodders Boomkwekerijen startet einen groß angelegten Versuch mit Tropfbewässerung auf Beeten mit Wald- und Heckenpflanzen.
Das Unternehmen in Wernhout verlegt insgesamt 40 km Tropfschläuche auf Beeten mit zweijährigen, umgepflanzten Setzlingen (Fagus sylvatica), die noch ein weiteres Jahr an Ort und Stelle verbleiben müssen, auf einer Fläche von 3,5 ha. Letzte Woche wurden die ersten Schläuche verlegt; zwei pro vierreihigem Beet. „Wir haben nun gut die Hälfte verlegt“, berichtet Marc Lodders am Montag, der noch in dieser Woche mit der Tropfbewässerung beginnen möchte. „Ein perfekter Zeitpunkt, um zu prüfen, ob es funktioniert“, sagt er mit Blick auf das angekündigte warme Wetter.
Nachhaltige Lösung für das Wasserproblem
Die Bewässerungstechnik stammt von GoTech aus Zundert; die Schläuche bestehen im Grunde aus dünnem Klebeband, das beispielsweise auch Erdbeerbauern in der Region verwenden. Bei Lodders wird das Klebeband an Zufuhrschläuche und die bestehende, unterirdische Regenwasserleitung angeschlossen. Der Züchter möchte mit der Tropfbewässerung „einen Anstoß zu einer nachhaltigen Lösung für das Wasserproblem geben“.
Bislang setzt Lodders für die Bewässerung Schlauchtrommeln und Sprinkler ein. Vor einigen Jahren begann er als Erster in der Region mit einer einfachen Methode, um Wasser länger zurückzuhalten: durch das Einbringen von Brettern in Gräben. Diese Idee führte zur Aktion „Drempel tegen Droogte“ (Barriere gegen Trockenheit) des Wasserverbands Brabantse Delta.
Der Einsatz der Tropfbewässerung nimmt in der Baumschule stark zu. Lesen Sie einen ausführlichen Artikel dazu in dem digitalen Magazin von „De Boomkwekerij“. Lodders setzt bewusst auf zweijährige Pflanzen. „Ich denke, dass die Tropfbewässerung im einjährigen Anbau noch recht kostspielig ist, da das Band nicht wiederverwendet werden kann.“